Von Strukturen und Pyjamahosen



Von Strukturen und Pyjamahosen

In diesem Artikel nehme ich dich mit in meine Morgenroutine und gebe dir Tipps, wie du deine eigene Morgenroutine etablieren kannst.



Wir starten im Jahr 2017. Ich hatte gerade meinen festen Job in der Versicherungsbranche gekündigt und es war der erste Tag, an welchem ich nicht morgens um 9 Uhr am Schreibtisch in einem Büro sitzen musste. Hach fühlte sich das gut an – frei, leicht und beschwingt, so ganz ohne Verpflichtungen.


So vergingen Stunden, Tage, Wochen… In den vor allem eines passierte: Nichts!


Meine Ziele und Wünsche, all die schönen Dinge, die ich mir vorgenommen hatte, verschoben sich immer weiter nach hinten. Irgendwann auf dem Sofa, zwischen Träumereien, Jogginghose und einem Nachmittagscafé war mir klar – so geht es nicht weiter.


Doch was fehlte, um all die Träume, Ideen, Wünsche und Pläne umzusetzen? Die Zauberworte lauteten Struktur, Routinen und Rituale! Worte, welche mir als hoch kreativer Mensch Unbehagen verursachten und doch so notwendig, wenn wir in unserem Leben Projekte umsetzen und Ziele erreichen wollen.


Raus aus dem Jogginhosen-Mood

Ich überlegte, was mir helfen könnte meine Themen umzusetzen, und vom Jogginghosen-Modus in den Produktionsmodus zu gelangen. Inspiration suchte ich mir dabei bei erfolgreichen Menschen wie Richard Branson, Oprah Winfrey, Tony Robbins, Barack Obama, Claus Hipp etc.


Routinen helfen unserem Gehirn, einen Rahmen zu halten. Und siehe da – sie alle verfolgen mehr oder weniger konsequent eine Morgenroutine. Du kannst es auch Rituale nennen. Dabei geht es nicht darum, noch mehr zu schaffen, noch produktiver zu sein. Es ging mir in erster Linie darum, meine Tage nicht mehr zu vergeuden und zu vertrödeln. Und ich wollte mich gut fühlen, stark und voller Energie.


Hier drei wirksame Schritte für die Etablierung einer Morgenroutine:


1. Frage dich „Warum“ du eine Morgenroutine etablieren möchtest


"Wer ein Warum hat zu leben, erträgt fast jedes Wie." Friedrich Nietzsche


Wenn du die Hintergründe für deine Morgenroutine kennst, fällt es dir leichter, diese zu verfolgen und aufrecht zu halten. Welche Ziele möchtest du mit der Routine verfolgen?


Mögliche Beispiele können sein:

Du möchtest entspannter in den Tag starten.

Du möchtest dich besser, energievoller fühlen.

Du möchtest deine Gedanken sammeln.

Du möchtest dir mehr Zeit zum Lesen nehmen.

Du möchtest dir selbst etwas Gutes tun.


2. Welche Elemente möchtest du in deine Morgenroutine integrieren?


Überlege dir, welche Elemente und Aktivitäten deine Morgenroutine beinhalten darf.


Mögliche Beispiele sind:

Sport, Yoga, Meditation, Lesen, Musik hören, Zähne putzen, Wasser trinken, Weiterbildung, Frühstücken, Visualisierung und vieles mehr.


Frage dich selbst, was dir guttut und was dir Energie gibt. Hierbei gibt es kein richtig und kein falsch. Meine Morgenroutine beinhaltet zum Beispiel Meditation, Wasser trinken(!), Yoga, Journalen, Musik und Lesen. Zu Beginn ist es sinnvoll, mit 2-3 Aktivitäten zu starten, damit du dich nicht selbst überforderst.


Warum Wasser trinken? Tendenziell trinken wir zu wenig. Insbesondere über Nacht verlieren wir zudem sehr viel Wasser. Daher ist es sinnvoll, dieses am Morgen dem Körper wieder zuzuführen.


3. Umsetzen und aktiv werden


Jetzt geht es an die Umsetzung! Starte am besten innerhalb der nächsten 72 Stunden. Wenn du möchtest, kannst du dir eine Testphase von 21 Tagen setzen, in welcher du täglich deine Routine praktizierst. Nach 21 Tagen prüfst du, ob die Routinen für dich nützlich war und dir einen Mehrwert bietet. Gegebenenfalls kann eine Anpassung sinnvoll sein oder die Ergänzung um weitere Elemente.


Ein paar abschließende Gedanken:

Rom wurde nicht an einem Tag erbaut. Mir gelingt es auch nicht immer, jeden Tag meine Morgenroutine zu verfolgen. Wenn ich Termine außer Haus habe, muss ein Kurzprogramm reichen. Meist besteht dieses aus Meditation, Wasser trinken und bestimmten Atemübungen.


An den darauf folgenden Wochenenden nehme ich mir dann bewusst Zeit für mich und meine Routinen. Ich habe zudem festgestellt, dass ich weniger Energie habe, je länger ich meine Routinen schleifen lasse. Deine Routine darf sich flexibel an dich anpassen. Meine Routine ist inzwischen nicht mehr so streng „getaktet“ wie zu Beginn. Ich entscheide mittlerweile nach meiner Tagesform, was ich brauche und machen möchte.



Mein liebstes Mantra: Ich nehme mich und meine Bedürfnisse ernst und schenke mir die erste Stunde des Tages selbst!


Ich wünsche dir viel Spaß bei der Entwicklung und Erforschung deiner Morgenroutine.


Auf der Grafik rechts findest du die Ideen nochmal zusammengefasst.


Du hast bereits eine Morgenroutine? Dann freue ich mich, wenn du diese in den Kommentaren mit uns teilst.





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